Geschichte

   
     
 
 


Vorwort: Eine gesunde robuste Katzenrasse aus Russland. Seit Jahrzehnten überlebt sie in den Gebieten des Urals. Auch in der freien Natur. Seit ca. 2008 bereichert z.B. eine neue Katze mit Namen "Kisa" die Zucht in Jekaterinburg (Cattery Emerald).  Beweis genug, dass auch Rexkatzen in der freien Natur sehr gute Überlebenschancen haben und sich bestens vermehren können. Das wird schon seit den Dreißigerjahren beobachtet. Wir haben nie an diesen Katzen gezweifelt.

Der Geschichtsverlauf: Die Katzenansiedlung der Ural Rex von Jekaterinburg, befindet sich an der geographischen Grenze von Europa und Asien. Der Ural ist ein großartiges Fleckchen Erde. Er ist nicht nur bekannt durch seine zahlreichen Bodenschätze sondern auch durch seine ungewöhnlich schönen und gesunden Tiere.
 
Entsprechend der Beobachtungen der ansässigen Einwohner, wurden die gelockten Katzen in der Svedlovsk Region (jetzt Jekaterinburg) erst während des 20. Jahrhunderts entdeckt. Da diese keine besonderen Katzenliebhaber waren, galten diese Katzen mehr als eine Kuriosität und niemand züchtete mit ihnen. Sie existierten weiter als normale Hauskatzen.
 
In der Stadt Saretschenski des Swedlowskgebietes, befand sich bei Familie Podurovskih eine schwarz getupfte  kurzhaarige Hauskatze. Ihr Name war „Mura“. Sie gebar im Jahre 1988 drei Kätzchen. Zwei davon hatten ein kurzes lockiges Fell. Ein Kater mit dem Namen „Vasilij“ blieb in dieser Familie.


Der eigentliche Ur-Vater dieser Rasse wurde nun der lockige schwarze bi-colour Kater „'''Vasilij'''“.
Innerhalb von drei Jahren hatte Vasilij zwei Mal Fellwechsel und in dieser Zeit hatten sich die Wellen vollständig herausgebildet.

 Vasilij wurde nun mit einer Hauskatze gepaart. Aber all diese Kitten hatten „normales“ Fell. So stellte sich heraus, dass es sich um ein rezessives Gen handeln könnte.

Im zweiten Versuch wurde er erfolgreich mit seiner Mutter „Mura“ verpaart. 1994 wurden der schwarz-weiße gelockte Kater „Bars“ und die schwarzgetupfte und ebenfalls gelockte Katze „Murka“ geboren.


Das klassische Inzuchtprogramm wurde nun angewandt:
Vasilij mit seine Tochter Murka und eine Tochter aus dieser Verpaarung wurde wieder mit "Bars" verpaart und "Bars" Tochter wieder zurück auf ihm usw.

Infolgedessen wurden mit der Inzucht zwei Ziele erreicht: einerseits wurden die Ural-Rex-Katzen auf  genetische Abweichungen überprüft und andererseits wurden die besseren Eigenschaften der Vorfahren auf die Folgekatzen übertragen.

Wir halten es für äußerst wichtig, dass bei der Inzucht keinerlei genetischen Defizite gefunden wurden. Die Ural Rex besitzt eine ausgezeichnete Gesundheit.
Um den Genpool zu erweitern wurden nur Keltisch Kurzhaar (Europäisch Kurzhaar bzw. "echte" Hauskatzen) eingekreuzt. Das Verpaaren mit anderen Rassen ist nicht erlaubt. Auch keine Mischlingskatzen! Berichten zufolge, traten sonderbarer Weise auch Katzen mit dem Maskenfaktor (Point) auf.

In den Neunzigerjahren wurden Testverpaarungen mit der German Rex bzw. Cornish Rex durchgeführt. Das Ergebnis waren glatthaarige Kätzchen. Das war der Nachweis, dass die Ural-Mutation sich an einem anderen Genort als die der GRX bzw. CRX befindet.

1997 nahm T.S.Emeljanova zwei weibliche Katzen mit Namen „Merlusha“ und „Bonny“ sowie einen Kater namens „Clide“ nach Moskau mit. Bonny und Clide lebten bei Irina Chizhova in der Stadt Dolgoprudnij in der Nähe von Moskau. Diese Katzen waren die Grundlage für die Züchter in Moskau.

Im Jahre 1999 wurden zwei Würfe von "Bonny" und "Clyde" geboren. "Clyde" deckte außerdem eine normalhaarige Katze und die beste Tochter aus diesem Wurf, mit Namen „Avdotja“, wurde für die Zucht der Cattery „Uralochka“, Besitzer Olga Mogilevic, jetzt Ivanova, auserwählt.
"Avdotja" ist die Mutter der ersten, seit 2007 in Deutschland lebenden URX-Katzen "Dorothea Uralochka" und Variant-Bruder "Dimka Uralochka".

Die wenigen Züchter Russlands verfügen derzeit über einen gesunden Rassebestand von Tieren, die etwas unterschiedliche Typ-Merkmale besitzen. Der Ursprung ist die schlankere Form. Trotz Inzucht und gleichen Ursprungs streben die Züchter in Jekaterinburg den runderen Kopf und den etwas kräftigeren Körper an. Gesprochen wird von kleinen Ohren, was wir nicht nachvollziehen können. Die Züchter in Westrussland (Moskau) und wir in Deutschland, versuchen den Typ laut  Standard entsprechend zu halten. Der Kopf sollte die Form eines kurzer, breiter gleichseitiger Keil entsprechen. Die Ohren bleiben mittelgroß.


Die Anerkennung der Ural Rex erfolgte im August 2006 durch den WCF.

Heutzutage findet in der Region um Jekaterinburg die grundlegende Arbeit der Ural Rex im Verein UROFO  ("GRACE"/WCF) statt. 
Ural Rex werden in den Catteries "Fairy Tale", "Emerald“, "Isumrud"  und in Moskau in der Cattery "Uralochka" gezüchtet. Aus letzterer Cattery stammen die ersten nach Deutschland exportierten Katzen.

Die Geschichte in Deutschland


Im Juni 2007 hatten sich zwei Züchter aus Sachsen für diese russische Rasse entschieden. Im August des gleichen Jahres wurden die ersten Tiere nach Deutschland importiert. Dorothea Uralochka, war das erste gelockte Mädchen dieser Art. Sie lebt seit dem bei mir. Ihr Bruder Dimka, inzwischen kastriert, lebt in Pirna bei Dresden.
Weitere Ural-Rex-Züchter befinden sich in Nordrhein-Westfalen. Zucht vom Phoenixtal und Volna Urala.

 

 

 
 
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